Berufsethische Prinzipien

Das wichtigste Ziel der Klinischen Sozialarbeit ist die Förderung der sozialen und psychischen Gesundheit und des Wohlergehens der Individuen und Familien, welche ihre Dienste in Anspruch nehmen. Die Klinische Sozialarbeit wird durch ethische Prinzipien bestimmt, die in den Grundwerten der Sozialen Arbeit wurzeln. Diese Grundwerte umfassen
  •  die Anerkennung der Würde und Selbstbestimmung des Individuums sowie dessen Wohlergehen,
  • die Verpflichtung zu einer professionellen Berufsausübung, die sich durch Kompetenz und Integrität auszeichnet,
  • und die Verbundenheit mit unserer demokratischen Gesellschaft, die all ihren Mitgliedern die gleichen Lebenschancen in gerechter und vorurteilsfreier Weise bieten soll, unabhängig von Nationalität, Religion, Geschlecht oder ethnischer Zugehörigkeit

Die Klinische Sozialarbeit überprüft ihre Aufgabenstellungen und Arbeitssituationen in der Praxis in Bezug auf ethische Probleme. Kernfrage dabei ist immer, ob die Formulierung und Initiierung einer Lösung durch die Klinische Sozialarbeit die Bedingungen der ethischen Berufsausübung erfüllt:

  • Vermeidung von strafbaren Handlungen (den Klienten keinen Schaden zufügen),
  • Wohltätigkeit (den Klienten helfen),
  • Autonomie.

Die folgenden Ausführungen stellen eine spezifische Kodifizierung dieser ethischen Prinzipien dar. Sie sind dafür gedacht, als Standard und Orientierung für Klinische Sozialarbeit in verschiedenen professionellen Situationen und Funktionen zu dienen. Von der Klinischen Sozialarbeit wird erwartet, dass sie diese Prinzipien in ihrem Aufgaben - und Zuständigkeitsbereich berücksichtigt und dass sie nur Verfahrensweisen anwendet, die mit ihrem Geist und Wortlaut übereinstimmen.

Bestandteil des Zertifizierungsverfahrens ist die Anerkennung der "Berufsethischen Prinzipien" der Zentralstelle für Klinische Sozialarbeit (ZKS), die Sie hier herunterladen können.