Die im Jahre 2001 gegründete ZKS
wird vom IPSG - Institut für
Psycho-Soziale Gesundheit
getragen, einer gemeinnützigen Einrichtung der Aus-, Fort- und Weiterbildung,
der psycho-sozialen Praxis und der anwendungsbezogenen Forschung. Das IPSG
ist anerkannte wissenschaftliche Einrichtung an der Hochschule Coburg,
Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband und staatlich anerkannter freier
Träger der Jugendhilfe. Das IPSG betreibt ein Zentrum für Kinder-, Jugend- und
Familienhilfe, entwickelt anwendungsbezogene Konzepte, forscht im Bereich
psycho-sozialer Interventionen im Rahmen klinischer Sozialarbeit und beteiligt
sich an der Hochschulausbildung im Fachbereich Sozialwesen und führt
Fortbildungen von BerufspraktikerInnen durch.
Die
Deutsche Gesellschaft für Sozialarbeit (DGS)
hat die Gründung der
Zentralstelle für Klinische Sozialarbeit im Jahre
2001 ausdrücklich begrüßt, ebenso die damals so firmierende „Deutsche
Gesellschaft für den Sozialdienst im Gesundheitswesen (DVSH).
"Die Aufwertung der
gesundheitlichen Bedeutung moderner Sozialarbeit wird begrüßt und die
Entwicklung hin zur Klinischen Sozialarbeit als Fachsozialarbeit
unterstützt, ganz im Einklang mit dem "Plädoyer für KlinSA" des AK
Sozialarbeit & Gesundheit. Wir sind mit Ihnen der Überzeugung, dass die
dort geforderten Kompetenzen nicht in einer grundständigen Ausbildung
vermittelbar sind, vielmehr einer zusätzlichen Qualifizierung bedürfen. Die
DGS unterstützt alle Bemühungen, die Qualifikation beruflicher Sozialarbeit
zu verbessern und zu zertifizieren, so auch die im klinischen Feld. Die
Schaffung einer Zentralstelle für Klinische Sozialarbeit wird vom Vorstand
ausdrücklich begrüßt als eine Agentur, die der Überprüfung und
Zertifizierung klinischer Kompetenzen dient. Den in den Richtlinien der ZKS
formulierten Voraussetzungen und Standards stimmen wir zu.“
„Die
Entwicklung der Sozialarbeit im Gesundheitswesen zu klinischer Sozialarbeit
ist ein Schritt zu mehr Professionalisierung. Die Schaffung einer
Zentralstelle zur Überprüfung fachlicher klinischer Kompetenzen bedeutet
Transparenz und Überprüfbarkeit der Inhalte Klinischer Sozialarbeit und ist
somit ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Qualität beruflicher
Sozialarbeit.“
Chronologie der Entwicklung der Klinischen Sozialarbeit
1993
Gründung des
„IPSG-Institut für Psycho-Soziale Gesundheit – Gemeinnützige Gesellschaft
für Klinische Sozialarbeit, Beratung und Psychotherapie“
mit Schwerpunkt in Klinischer Sozialarbeit in der Kinder, Jugend- und
Familienhilfe durch Helmut Pauls
1996
Einführung eines
Studienschwerpunkts in Klinischer Sozialarbeit im Diplom-Studiengang
Soziale Arbeit an der Hochschule Coburg
1999
Vorplanungen für die
Entwicklung eines Masterstudienganges in Klinischer Sozialarbeit in
Coburg
2000
Erste Vorstellung des
Konzeptes eines Masterstudienganges auf einem Symposium zur Klinischen
Sozialarbeit in Mainz
Arbeitskreise,
Positionspapiere, besonders aktiv: Albert Mühlum,
Leiter des AK Sozialarbeit & Gesundheit in der Deutschen Gesellschaft für
Sozialarbeit -DGS
2001
Genehmigung des
Studienganges durch das Bayerische Staatsministerium
für Wissenschaft und Kunst
Juli 2001
Gründung
der Zentralstelle für Klinische Sozialarbeit ZKS
in Trägerschaft des IPSG Institut für Psycho-Soziale Gesundheit als
Wissenschaftliche Einrichtung an der FH Coburg; inzwischen in Berlin
ansässig (Uwe Klein, Gernot Hahn)
Unterstützung durch die
Deutsche Gesellschaft für Sozialarbeit und die Deutsche Vereinigung für den
Sozialdienst im Krankenhaus DVSG (heute: Deutsche Vereinigung für den
Sozialdienst im Gesundheitswesen – DVSG)
August 2001
die Arbeit der Zentralstelle
für Klinische Sozialarbeit wird durch ein Kuratorium unterstützt, das
aus Vertreter/-innen der Hochschulen, der Praxis und den Verbänden besteht
Oktober 2001
Start des 1.
Masterstudiengangs im WS 2001/2002 in Coburg
die Homepage
www.klinische-sozialarbeit.de geht online
Beginn der
Kooperation mit der Alice-Salomon Fachhochschule
in Berlin,
Start der
Schriftenreihe für Psychosoziale Gesundheit Veröffentlichungen auf der
ZKS-Homepage
Kooperation mit anderen
Verbänden und Instituten (u.a. DGS, DBSH Institut)
Kontakt mit der
WHO – Unterstützung durch den Direktor der WHO
Mental Health Europa, Prof. Dr. Dr. Wolfgang Rutz
2003
Start der 1.
gemeinsamen Studiengruppe derHochschule Coburg und der
Alice-Salomon Hochschule in Berlin, Brigitte Geisler-Pilz
2004
Vernetzung der ZKS mit dem
BSA (Berufsregister Soziale Arbeit)
Katholische
Hochschule für Sozialwesen Berlin: Start des
Masterstudiengangs Klinische Sozialarbeit (M.A.)(Bruno Zimmermann,
Karl-Heinz Ortmann)
Erscheinen des Lehrbuches
„Klinische Sozialarbeit. Grundlagen und Methoden psycho-sozialer Behandlung“
von Helmut Pauls
Gründung der
Interessengemeinschaft Klinische Sozialarbeit Schweiz
2005
erste Fachtagung der
ZKS in Coburg
Gründung der
Zeitschrift "Klinische Sozialarbeit - Zeitschrift für Pychosoziale Praxis
und Forschung" als Kooperationsprojekt zwischen der Deutschen
Gesellschaft für Sozialarbeit im Gesundheitswesen, der Deutschen
Gesellschaft für Sozialarbeit und der Zentralstelle für Klinische
Sozialarbeit; Redaktion Uwe Klein (Leitung), Silke Gahleitner und Gernot
Hahn (später auch Kirsten Becker Bikowski)
Kooperation mit der
Fachhochschule FH Campus Wien
konkrete Planung für ein
European Center for Clinical Social Work (ECCSW) unter Einbezug der
Kollegen aus Österreich, (Karl-Heinz Wilfing u.a.) und der Schweiz (Klaus
Fetscher, Matthias Hüttemann, Beat Leuthold, u.a.) und in Deutschland (Uwe
Klein, Silke Gahleitner, Günter Zurhorst, Gernot Hahn, Helmut Pauls u.a.)
2006
Erstellung von
Standards der professionellen Kompetenz in Klinischer Sozialarbeit für
die Berufspraxis (ZKS in Kooperation mit der Sektion Klinische Sozialarbeit
der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit)
2007
Gründung des
ECCSW am 01.12.2007 in Hamburg mit deutscher,
österreichischer und schweizer Beteiligung und Unterstützung der ZKS
2008
Einführung des
Masterstudiengangs „Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit“ an
der FH Campus Wien
Erstes Jahrbuch
Klinische Sozialarbeit, herausgegeben von Silke Gahleitner und Gernot Hahn
Entstehung spezifischer
Master-Studiengänge für "Klinische Sozialarbeit" in Ostrava und
Saragossa
2009
Unterstützung der Tagung
zur KlinSA an der FH Nordwest Schweiz in Olten (Federführung Günter Wüsten)
Einführung eines „Master
of Advanced Studies“ in Klinischer Sozialarbeit an der FH Nordwest
Schweiz 2009 sowie eines Joint European Master Klinische Sozialarbeit -
Master of Social Work (in Kooperation mit der Alice-Salomon-Hochschule
Berlin und der Hochschule Coburg)
Start eines Konsekutiven
Masterstudienganges an der HS Coburg mit einem Vertiefungsbereich Klinische
Sozialarbeit
2010
Fachhochschule
Vorarlberg, Österreich: Masterstudium Soziale
Arbeit mit Vertiefung Klinische Soziale Arbeit
Tagung des ECCSW in
Berlin mit Unterstützung durch das Institut für Soziale Gesundheit (ISG)
in Coburg und durch das Referat Weiterbildung der Katholischen
Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB)
2011
Tagung des ECCSW in
Berlin mit Unterstützung durch das Institut für Soziale Gesundheit (ISG)
in Coburg und durch das Referat Weiterbildung der Katholischen
Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB).
Start der 10.
Studiengruppe im Masterstudiengang HS Coburg / ASH Berlin
Neuberufung des
Kuratoriums der ZKS, Bestellung eines operativen Direktoriums (Scott Caton
und Gerhard Klug)
Überschreiten der Zahl von
160 zertifizierten „FachsozialarbeiterInnen für Klinische Sozialarbeit (ZKS)“