Gründungshistorie

Die im Jahre 2001 gegründete ZKS wird vom IPSG - Institut für Psycho-Soziale Gesundheit getragen, einer gemeinnützigen Einrichtung der Aus-, Fort- und Weiterbildung, der psycho-sozialen Praxis und der anwendungsbezogenen Forschung.  Das IPSG ist anerkannte wissenschaftliche Einrichtung an der Hochschule Coburg, Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband und staatlich anerkannter freier Träger der Jugendhilfe. Das IPSG betreibt ein Zentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, entwickelt anwendungsbezogene Konzepte, forscht im Bereich psycho-sozialer Interventionen im Rahmen klinischer Sozialarbeit und beteiligt sich an der Hochschulausbildung im Fachbereich Sozialwesen und führt Fortbildungen von BerufspraktikerInnen durch.

 Die Deutsche Gesellschaft für Sozialarbeit (DGS) hat die Gründung der Zentralstelle für Klinische Sozialarbeit im Jahre 2001 ausdrücklich begrüßt, ebenso die damals so firmierende „Deutsche Gesellschaft  für den Sozialdienst im Gesundheitswesen (DVSH).

Der Vorstand Deutsche Gesellschaft für Sozialarbeit (DGS) hat am 3.2.2001 wie folgt Stellung genommen:

"Die Aufwertung der gesundheitlichen Bedeutung moderner Sozialarbeit wird begrüßt und die Entwicklung hin zur Klinischen Sozialarbeit als Fachsozialarbeit unterstützt, ganz im Einklang mit dem "Plädoyer für KlinSA" des AK Sozialarbeit & Gesundheit.  Wir sind mit Ihnen der Überzeugung, dass die dort geforderten Kompetenzen nicht in einer grundständigen Ausbildung vermittelbar sind, vielmehr einer zusätzlichen Qualifizierung bedürfen.  Die DGS unterstützt alle Bemühungen, die Qualifikation beruflicher Sozialarbeit zu verbessern und zu zertifizieren, so auch die im klinischen Feld.  Die Schaffung einer Zentralstelle für Klinische Sozialarbeit wird vom Vorstand ausdrücklich begrüßt als eine Agentur, die der Überprüfung und Zertifizierung klinischer Kompetenzen dient.  Den in den Richtlinien der ZKS formulierten Voraussetzungen und Standards stimmen wir zu.“

Aus der Stellungnahme der Deutschen Vereinigung für den Sozialdienst im Gesundheitswesen (DVSG) (vormals DVSK):

Die Entwicklung der Sozialarbeit im Gesundheitswesen zu klinischer Sozialarbeit ist ein Schritt zu mehr Professionalisierung. Die Schaffung einer Zentralstelle zur Überprüfung fachlicher klinischer Kompetenzen bedeutet Transparenz und Überprüfbarkeit der Inhalte Klinischer Sozialarbeit und ist somit ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Qualität beruflicher Sozialarbeit.“

         

Chronologie der Entwicklung der Klinischen Sozialarbeit

1993

  • Gründung des „IPSG-Institut für Psycho-Soziale Gesundheit – Gemeinnützige Gesellschaft für Klinische Sozialarbeit, Beratung und Psychotherapie“ mit Schwerpunkt in Klinischer Sozialarbeit in der Kinder, Jugend- und  Familienhilfe durch Helmut Pauls

1996

  • Einführung eines Studienschwerpunkts in Klinischer Sozialarbeit im Diplom-Studiengang Soziale Arbeit an der Hochschule Coburg

1999

  • Vorplanungen für die Entwicklung eines Masterstudienganges in Klinischer Sozialarbeit in Coburg

2000

  • Erste Vorstellung des Konzeptes eines Masterstudienganges auf einem Symposium zur Klinischen Sozialarbeit in Mainz
  • Arbeitskreise, Positionspapiere, besonders aktiv: Albert Mühlum, Leiter des AK Sozialarbeit & Gesundheit in der Deutschen Gesellschaft für Sozialarbeit -DGS

2001

  • Genehmigung des Studienganges durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

 Juli 2001

  • Gründung der Zentralstelle für Klinische Sozialarbeit ZKS in Trägerschaft des IPSG Institut für Psycho-Soziale Gesundheit als Wissenschaftliche Einrichtung an der FH Coburg; inzwischen in Berlin ansässig (Uwe Klein, Gernot Hahn)
  • Unterstützung durch die Deutsche Gesellschaft für Sozialarbeit und die Deutsche Vereinigung für den Sozialdienst im Krankenhaus DVSG (heute: Deutsche Vereinigung für den Sozialdienst im Gesundheitswesen – DVSG)

August 2001

die Arbeit der Zentralstelle für Klinische Sozialarbeit wird durch ein Kuratorium unterstützt, das aus Vertreter/-innen der Hochschulen, der Praxis und den Verbänden besteht

Oktober 2001

  • Start des 1. Masterstudiengangs im WS 2001/2002 in Coburg
  • die Homepage www.klinische-sozialarbeit.de geht online
  • Beginn der Kooperation mit der Alice-Salomon Fachhochschule in Berlin,
  • Start der Schriftenreihe für Psychosoziale Gesundheit Veröffentlichungen auf der ZKS-Homepage
  • Kooperation mit anderen Verbänden und Instituten (u.a. DGS, DBSH Institut)
  • Kontakt mit der WHO – Unterstützung durch den Direktor der WHO Mental Health Europa, Prof. Dr. Dr. Wolfgang Rutz

2003

  • Start der 1. gemeinsamen Studiengruppe der Hochschule Coburg und der Alice-Salomon Hochschule in Berlin, Brigitte Geisler-Pilz

2004

  • Vernetzung der ZKS mit dem BSA (Berufsregister Soziale Arbeit)
  • Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin: Start des Masterstudiengangs Klinische Sozialarbeit (M.A.) (Bruno Zimmermann, Karl-Heinz Ortmann)
  • Erscheinen des Lehrbuches „Klinische Sozialarbeit. Grundlagen und Methoden psycho-sozialer Behandlung“ von Helmut Pauls
  • Gründung der Interessengemeinschaft Klinische Sozialarbeit Schweiz

2005

  • erste Fachtagung der ZKS in Coburg
  • Gründung der Zeitschrift "Klinische Sozialarbeit - Zeitschrift für Pychosoziale Praxis und Forschung" als Kooperationsprojekt zwischen der Deutschen Gesellschaft für Sozialarbeit im Gesundheitswesen, der Deutschen Gesellschaft für Sozialarbeit und der Zentralstelle für Klinische Sozialarbeit; Redaktion Uwe Klein (Leitung), Silke Gahleitner und Gernot Hahn (später auch Kirsten Becker Bikowski)
  • Kooperation mit der Fachhochschule FH Campus Wien
  • konkrete Planung für ein European Center for Clinical Social Work (ECCSW) unter Einbezug der Kollegen aus Österreich, (Karl-Heinz Wilfing u.a.) und der Schweiz (Klaus Fetscher, Matthias Hüttemann, Beat Leuthold, u.a.) und in Deutschland (Uwe Klein, Silke Gahleitner, Günter Zurhorst, Gernot Hahn, Helmut Pauls u.a.)

2006

  • Erstellung von Standards der professionellen Kompetenz in Klinischer Sozialarbeit für die Berufspraxis (ZKS in Kooperation mit der Sektion Klinische Sozialarbeit der Deutschen Gesellschaft für Soziale Arbeit)

2007

  • Gründung des ECCSW am 01.12.2007 in Hamburg mit deutscher, österreichischer und schweizer Beteiligung und Unterstützung der ZKS

2008

  • Einführung des Masterstudiengangs „Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit“ an der FH Campus Wien
  • Erstes Jahrbuch Klinische Sozialarbeit, herausgegeben von Silke Gahleitner und Gernot Hahn
  • Entstehung spezifischer Master-Studiengänge für "Klinische Sozialarbeit" in Ostrava und Saragossa

2009

  • Unterstützung der Tagung zur KlinSA an der FH Nordwest Schweiz in Olten (Federführung Günter Wüsten)
  • Einführung eines „Master of Advanced Studies“ in Klinischer Sozialarbeit an der FH Nordwest Schweiz 2009 sowie eines Joint European Master Klinische Sozialarbeit - Master of Social Work (in Kooperation mit der Alice-Salomon-Hochschule Berlin und der Hochschule Coburg)
  • Start eines Konsekutiven Masterstudienganges an der HS Coburg mit einem Vertiefungsbereich Klinische Sozialarbeit

2010

  • Fachhochschule Vorarlberg, Österreich: Masterstudium Soziale Arbeit mit Vertiefung Klinische Soziale Arbeit
  • Tagung des ECCSW in Berlin mit Unterstützung durch das Institut für Soziale Gesundheit (ISG) in Coburg und durch das Referat Weiterbildung der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB)

2011

  • Tagung des ECCSW in Berlin mit Unterstützung durch das Institut für Soziale Gesundheit (ISG) in Coburg und durch das Referat Weiterbildung der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB).
  • Start der 10. Studiengruppe im Masterstudiengang HS Coburg / ASH Berlin
  • Neuberufung des Kuratoriums der ZKS, Bestellung eines operativen Direktoriums (Scott Caton und Gerhard Klug)
  • Überschreiten der Zahl von 160 zertifizierten „FachsozialarbeiterInnen für Klinische Sozialarbeit (ZKS)“